Ca. eine Stunde vor dem Start flaute der Wind ab und alle an Bord befürchteten, dass sich die letzten Prognosen bewahrheiten werden: „Flauten-Rund Um“?!

Der Startschuss fällt pünktlich um 19:30 Uhr mit leichtem Süd-Ostwind, so wurde gleich der Spinnaker gesetzt. Durch ein großes, gefundenes Loch im Feld, konnten wir mit freiem Wind gut in Richtung Rheindamm starten. Leider hielt der Wind nicht lange an, sodass wir bereits vor dem Damm eine gefühlte Ewigkeit gestanden, teilweise getrieben sind. Erst nach und nach setzte sich ein leichter West durch, der uns dann endlich auf die andere Seite des Damms brachte.

Mit direktem Kurs (Schweizer Seite bis Mitte See) nach Romanshorn baute sich der Wind konstant auf, sodass wir mit 4-6 Knoten voran kamen. Kurz vor Romanshorn setzte dann die Starkwindwarnung ein und wurde auch schnell zur Sturmwarnung hochgestuft. Um ca. 01:30 rundeten wir die Tonne Romanshorn. 5 Minuten später bekamen wir dann die angekündigte Front aus Westen zu spüren. Der Wind war sehr böig mit Spitzen bis zu 23 Knoten. Ein Segelwechsel von Genua auf Fock kostete uns 2 Plätze, doch die Entscheidung des Wechsels war für uns richtig.

Mit einem Amwind Anlieger ging es mit bis zu 7,2 Knoten (laut Logge) nach Eichhorn. Das rote Blitzlicht (Bahnabkürzung) erleichterte das Finden der Tonne. Wir rundeten um ca. 03:15 Eichhorn, setzten den Spi und fuhren raumschots in Richtung Friedrichshafen. Einige Boote hielten sich nah am deutschen Ufer, andere wiederum zog es Amwind zum Schweizer Ufer. Wir hingegen suchten unseren Weg Mitte See bis deutsches Ufer. Nach ca. zwei Stunden erreichten wir Friedrichshafen - soweit so gut, bis wir in der Friedrichshafener Bucht unseren „Parkplatz“ gefunden hatten?! Der Wind stellte total ab.

Bei Sonnenaufgang fanden sich ein paar kleinere Windstriche, welche wir meistens nicht erreicht haben - zumindest fühlte es sich immer wieder so an. Wir hatten keine Ahnung, wie es für uns gelaufen ist. Seit dem Start war keine X-99 mehr gesehen. Erst in Kressbronn entdeckten wir mit dem Fernglas achteraus eine X-99 - die SUI 503 wie sich nachher herausstellte. Erst zwischen Nonnenhorn und Wasserburg haben wir dann unseren Strich gefunden, welcher uns - zwar langsam aber sicher - in Richtung Ziel führte.

Nach ca. 5 Stunden, für die Strecke von Friedrichshafen nach Lindau, erreichten wir dann um ca. 10:59 Uhr das Ziel vor dem Lindauer Segler-Club.

Wir sind froh die Rund Um erfolgreich beendet zu haben - besonders, da es die erste Rund Um unserer Crew und auch mit der KiRiBATi war ...es herrscht bereits Vorfreude aufs nächste Jahr!

Liebe Grüße von der KiRiBATi
AUT 397

 

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